Urbino: Michelangelo und Casciotta

Urbino
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Michelangelo hatte ein Grundstück in der Region Urbino – oder die Geschichte vom Casciotta von Urbino.

In der italienischen Käseherstellung zählt Casiotta zu den edelsten Käsesorten.

Dieses königliche Produkt aus dem Herzogtum Urbino – eine grüne Landschaft, wo Schafe, Rinder- und Ziegenherden heute noch weiden – wurde auch über seine natürlichen Grenzen hinaus sehr geschätzt.
Sein Ruhm gelangte bis an die Pforte des päpstlichen Hofes in Rom. Sein größter Verehrer war Michelangelo Buonarotti, dem in der Gegend von Urbino ein Grundstück gehörte, wo er seinen eigenen Casciotta produzieren lies. Sein treuer Diener namens Francesco di Bernardino degli Amatori, der wegen seiner Herkunft L`Urbino genannt wurde, brachte den Käse regelmäßig nach Rom.

Doch der Casciotta aus Urbino war sogar in den Vorratskammern des Pontifex bekannt: Das geht aus einer Korrespodenz Ganganellis (später Papst Clemens XVI) hervor, in dem er sich beim Abt Tocci aus Cagli für das Geschenk vom einigen köstlichen Casciotta bedankt. Heute bekommt man den Käse in Italien in jedem guten Lebensmittelgeschäft.

Als Antipasta wird er verwendet mit diversen Salami- oder anderen Wurstsorten, auch mit frischer Fave.
Gut schmeckt er auch mit Nüssen oder mit Früchten (Pere Angelica). Als Nachspeise mit Honig, Marmelade oder karamelisierten Feigen.

Ein nicht zu alkoholhaltiger Wein wie z.B. der Bianco del Metauro oder der rote Colle Pesarese sind ein passendes Getränk.
Weitere aussergewöhnliche Käsesorten aus der Region sind der Grubenkäse aus der Gegend von Talamello und der Zitronenkäse aus Orciano di Pesaro.

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